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CD, DVD & Vinyl
CDs und Schallplatten sind in einem Haushalt so selbstverständlich wie ein Fernseher und das Abspielen eines
Tonträgers ist alltäglich. Jedoch weiß kaum jemand, dass Tonträger eine Entwicklung von über 110 Jahren hinter sich
haben. CDs, DVDs, Kassetten und Schallplatten sind Medien, die akustische, zeitlich begrenzte Abläufe von Musik oder Sprache festhalten und wiedergeben. Die Erfindung des ersten Tonträgers geht zurück in das Jahr 1887, in dem
Thomas Alva Edison das Vorgängermodell des Grammophons, den Phonographen, erfand. Seine Erfindung wurde in den
Darauf folgenden Jahren so stark weiterentwickelt, dass daraus der uns bekannte Plattenspieler und die Schallplatte
aus Vinyl (eigentlich Polyvinylchlorid) entstanden. In den achtziger Jahren wurde die CD (Compactdisc) immer
populärer und die Produktion von Schallplatten ging zurück. Ein weiterer Tonträger, der es mittlerweile auf dem Markt
schwerer hat, ist die Kassette. Konnte man vor ca. acht Jahren noch das Album seines Lieblingssängers auf Kassette
im Handel erhalten, gibt es diese fast ausschließlich nur noch in Form von Kinderhörspielen. Mit der CD ist auch die
akustische Qualität des Musikabspielens gestiegen. Wer erinnert sich nicht an das Knacken und Rauschen und an die
Aussetzer, wenn die Platte einen Sprung hatte. Doch auch die CD hat mittlerweile eine Weiterentwicklung durchlaufen
und die heißt DVD (Digital Versalite Disc). Sie wird eingesetzt als Datenspeicher für Filme und Musik. DVDs bieten den
Vorteil ihrer zweiseitigen Beschreibbarkeit und ihres Speichervolumens. DVDs lassen sich auf speziellen DVD-Recordern
bespielen, mit Musik oder Filmen. Jede Videothek bietet heute das gesamte Filmangebot auf DVD an. Bestimmte DVDs
enthalten sowohl Videoclips als auch digitalisierte Musikstücke, vor allem im Bereich Pop und Rockmusik.
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Tipps und Tricks |  |
Kleine Geschichte der Schallplatte
Die Welt der Schallaufzeichnung ist eine Scheibe. Zwar drehte sich schon Edisons Phonographenwalze von 1877 um ihre eigene Achse, doch kommerziell kam die Erfindung erst in Schwung, als Emil Berliner 1887 akustische Signale - Platz sparend in einer spiralartigen, zur Mitte hinlaufenden Rille - auf einer Schallplatte fixierte. Der Tenor Enrico Caruso, der ihr seit 1901 seine Stimme anvertraute, machte das neue Medium populär. Durch beidseitige Bespielbarkeit und die Erfindung des Mikrofons weiter verbessert, verkaufte sich die Schellackplatte, wie sie nach ihrem Grundmaterial, einem Harz der Lackschildlaus, auch genannt wurde, schon in den 20er Jahren millionenfach. Das Grammophon eroberte die Wohnzimmer wie später der Fernseher (Fernsehen).
Anhaltenden Musikgenuss über vier Minuten und eine weitgehend knisterfreie Klangqualität brachte indes erst 1948,
nach Erfindung von Tonband und Schnitttechnik, die Einführung der Langspielplatte aus Kunststoff, die - mit 30
Zentimetern Durchmesser und einer Abspielgeschwindigkeit von 33 Umdrehungen pro Minute (upm) - auf jeder Seite
eine halbe Stunde Spielzeit unterbrachte und seit 1956 stereo klang. Der Ausdruck ist eine wörtliche Übersetzung des
englischen long-playing record. Ebenso wurde Ende der Sechziger die Abkürzung LP aus dem Angelsächsischen
übernommen, ja in der Popkultur auch englisch wie "ell-pi" ausgesprochen.
Daneben bürgerte sich zugleich ein deutscher Jargon ein, der das - beim Discomix (Disco) bis heute unentbehrliche -
Medium respektlos als Scheibe oder liebevoller als schwarze Scheibe titulierte, in der DDR sprach man bis zum Ende der Achtziger gelegentlich auch von der Langrille. Mit dem Rock 'n' Roll und der Einführung der "Single", einer kurzen
17-cm-Platte mit 45 upm für Einzelhits, kam der Ausdruck heiße Scheibe für eine Platte mit flotter Tanzmusik auf,
angelehnt wohl an die englische Redensart hot music ('heiße Musik').
Seit 1983 hat die Schallplatte mühelos den Wechsel in ein weiteres, nunmehr digitales Format geschafft. Zwar spricht
niemand von der "heißen" Compactdisc, aber die Scheibe blieb: Auch als Silberscheibe (von Anfang an ein beliebtes
Synonym) ist die Schallkonservierung eine runde Sache.
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